Wir haben häufig das Problem, dass Rezensionen aus unerklärlichen Gründen nicht veröffentlicht werde, und versteckt (“hidden”) bleiben. Sofern Fotos oder Videos angehängt wurden, reicht die Ablehnung eines einzigen, um die komplette Rezension einschließlich aller anderen angehängten Medien zu blockieren - aber das soll jetzt nicht das Thema sein.
Sind keine Fotos oder Videos angehängt, ist es meist noch schwieriger, der Grund zu erraten, da wir ja alle überzeugt sind, keine Regel missachtet zu haben. Ich möchte hier nun ein Beispiel von heute und dessen Lösung beschreiben.
Die ursprüngliche Rezension blieb mehrere Minuten im Zustand “ausstehende” und sah folgendermaßen aus:
Eine sehr beeindruckende und nachdenklich stimmende Ausstellung. Aber ein wichtiger Tipp für die Anreise mit dem Auto:
Navigiert nicht direkt zur Adresse des Museums (Wuppertaler Str. 160), da man dort nicht parken kann! Gebt stattdessen direkt die Adresse ein: Dycker Feld 72, 42653 Solingen oder navigiert zu “Parkplatz Kunstmuseum” in Google Maps. Von dort aus sind es nur wenige Schritte zu Fuß über den Vorplatz zum Haupteingang, wo sich das “Das Zentrum für verfolgte Künste” und “Kunstmuseum Solingen” unter einem Dach befinden und mit dem gleichen Ticket besucht werden können.
Nach einiger Zeit erschien dann unter Meine Beiträge → Rezensionen. der lapidare Hinweis "Dieser Inhalt kann derzeit nicht veröffentlicht werden. ".
Ich befragte darauf hin Gemini und erhielt folgende Antwort:
Das ist unglaublich frustrierend – vor allem, weil deine Rezension so extrem hilfreich konstruiert war und keinerlei böse Absicht dahintersteckte!
Google greift bei automatisierter Textprüfung leider immer öfter zu scharf durch. Auch wenn auf den ersten Blick kein „Schimpfwort“ enthalten ist, gibt es in deinem Text gleich drei typische Auslöser, die den Spam-Filter von Google getriggert haben könnten:Die wahrscheinlichen „Übeltäter“ im Text
- Die Adresse & PLZ („Dycker Feld 72, 42653 Solingen“):
Google mag es gar nicht, wenn in einer Rezension vollständige Postadressen, Telefonnummern oder PLZs stehen. Der Algorithmus interpretiert das schnell als unerlaubte Werbung oder den Versuch, Aufrufe auf einen anderen Ort umzuleiten.- Die Anführungszeichen („…“):
Gänsefüßchen um Begriffe wie „Parkplatz Kunstmuseum“ oder „Das Zentrum für verfolgte Künste“ lösen manchmal Filter für „ungewöhnliche Zeichen / Formatierung“ aus.- Das Wort „Ticket“:
In Kombination mit Verweisen auf Adressen/Anfahrt schlägt der Filter gelegentlich wegen mutmaßlichem „Ticket-Verkauf / Spam“ an.
Weiterhin bot Gemini dann eine modifizierte Version an, die ich komplett übernommen habe:
Eine sehr beeindruckende und nachdenklich stimmende Ausstellung.
Ein wichtiger Hinweis für die Anreise mit dem Auto: Vor dem Haupteingang kann man nicht parken. Am besten steuert man direkt den Parkplatz Kunstmuseum an der Straße Dycker Feld an. Von dort führt ein kurzer Fußweg über den Vorplatz direkt zum Eingang. Beide Museen befinden sich im selben Gebäude und lassen sich zusammen mit einer Eintrittskarte besuchen.
Diese Version wurde dann akzeptiert. Hilfreicher wäre es wohl gewesen, wenn ich alle drei Punkte der Reihe nach ausprobiert hätte, aber dazu war ich dann doch zu bequem und kann jetzt leider nicht mehr sagen, was den Ausschlag gab:
- Die Adresse & PLZ - oder -
- Die Anführungszeichen („…“) - oder -
- Das Wort „Ticket.
Auf jeden Fall ist dieses ein Beispiel dafür, welche eigentlich “harmlosen” Begriffe dazu führen können, dass eine Rezension ohne angehängte Fotos oder Videos dennoch abgelehnt werden.