Im Winter lieben wir es, für eine kurze Weile, Schnee, Eis und Kälte zu entfliehen.
Dieses Mal traf unsere Wahl auf Lanzarote, eine kleine Kanarische Insel vor der Küste Westafrikas. Es war unser erster Besuch dort und wir waren begeistert!
Die Wahl des Hotels,. sonst meine Passion, überließ ich diesmal meinem Mann. Ich hatte zu viel um die Ohren und keine Zeit beziehungsweise keine Kraft mich damit zu befassen.
Erst auf dem Weg zum Flughafen schaute ich mir die Rezensionen auf Google maps an und war ein bisschen beunruhigt. Dort stand, dass das Essen eintönig sein solle, nur zum sattwerden reiche und man lieber Vor Ort eines der Restaurants aufsuchen möge
Oha… gutes Essen ist ein riesiger Bestandteil eines gelungenen Urlaubes… allen Unkenrufen zum Trotz, ich wollte mir lieber selbst ein Bild davon machen…
Und was soll ich sagen, WIR waren ausgesprochen zufrieden mit der reichhaltigen Auswahl am Buffet. Das allsun Hotel Albatros habe ich hier bewertet, da findet ihr auch noch weitaus mehr Angaben.
was für ein herrlicher Spa-Bereich mit Whirlpool und Saunen
Nach 2 Tagen relaxen hatten wir uns einen Mietwagen genommen, alles perfekt vom Hotel aus organisiert und die Mitarbeiterin holte uns vor Ort ab. Bei Auto Famara rent a car bekamen wir einen Berlingo. Wir waren SEHR erstaunt über den hervorragenden Zustand des Autos, eher eine Seltenheit bisher. Sauber, sowohl innen und außen, Reifen erst 2 Jahre jung, keine Schäden!!! Damit erkundeten wir die gesamte Insel und alle touristischen Hot Spots.
Zunächst starteten wir im Norden der Insel, beim Jameos del Aqua.
Eine Höhle mit ganz besonderen Albino Krebsen, die seit 3000 Jahren hier lebten. Sie sind relativ klein, aber es ist mir gelungen Fotos und Videos zu machen.
Hier gab es auch die Möglichkeit im Restaurant zu essen, aber wir waren noch sehr satt vom Frühstück.
Die Höhle konnte man auf einem kleinen Weg am rechten Rand durchqueren und kam auf der anderen Seite erneut zu Sitzmöglichkeiten und Speisen und Getränken.
Ich dachte, das war es dann… aber weit gefehlt, es ging noch weiter. Cesar Manrique, DER Künstler der Insel, hat hier etwas wunderbares geschaffen. Seht selbst…
Eine traumhafte Poollandschaft!
Auch gab es ein natürliches Auditorium in dem tatsächlich auch Konzerte und weitere Aufführungen stattfinden.
UND… einen Souvenirshop. Hier erwarb ich kleine Ohrringe aus Lavagestein in Herzform.
Nach diesem ersten wunderbaren Erlebnis fuhren wir weiter zum Mirador del Rio.
Eine fantastische Aussichtsplattform, geschaffen von Cesar Manrique!
Für alle Sehenswürdigkeiten gibt es übrigens ein Combi-Ticket mit dem man richtig Geld sparen kann!
In den Berg hineingebaut sind organisch gestaltete Räume mit riesigen Panorama Glasfronten und, natürlich, Speisen und Getränke!
Der Souvenirshop lag eine Etage höher und noch eine Etage ging es hinauf mit phantastischer Aussicht!
Der letzte Stopp des Tages waren die Cueva de los Verdes. Lavatunnel von 7 Kilometern länge, von denen man einen Teil besichtigen konnte. WAHNSINN!
Es war unbeschreiblich beeindruckend hoch und runter, kreuz und quer mit dem Guide diese Tunnel zu beschreiten. An manchen Stellen musste man extrem gebückt ein paar Meter gehen, im 90 Gradwinkel des Rückens und eingeknickten Beinen.
Alles war hervorragend beleuchtet, von wem? Cesar Manrique natürlich.
Das Highlight war der See im Inneren. ein Blick hinein und man meint, sich in den Tiefen des Wassers verlieren zu können.
Unser Guide war eine Frau, die eine Besucherin aufforderte einen Stein in das Wasser zu werfen. es war SO erstaunlich. der See war nur 20cm tief.
der Wurf zerstörte die perfekte Illusion, denn das Wasser des Sees fungierte als Spiegel der gewaltigen Höhle. Faszinierend!!!
Voller Eindrücke kehrten wir an diesem Tag zurück ins Hotel und genossen den Service des guten Essens sowie die Schnorchelmöglichkeit direkt in Fußläufiger Nähe.
ein Veggie-Burger mit Gemüsebratling, erstaunlich lecker!
rote Klippenkrabbe
nicht zu vergleichen mit der Farbenpracht im Roten Meer, aber vielfältig dennoch
Am zweiten Tag unserer Erkundungstour ging es es den Westen der Insel, zum Timanfaya Nationalpark
Noch niemals zuvor sah ich eine solch unwirkliche Landschaft. Bereits der Weg dorthin war gesäumt von Lavafeldern so weit das Auge reichte.
Am Besucherzentrum angekommen durfte man den Bus besteigen, der einen dann mit Audio Tour durch den Park fuhr. Auf englisch, spanisch und deutsch erfuhren wir so viel über die Entstehung und die einzelnen Vulkanausbrüche, die Entstehung der Krater, Flora und Fauna. Ich war begeistert.
Eine Auswahl meiner unzähligen Fotos könnt ihr hier sehen…
Die Straße war nur unwesentlich breiter als der Bus, ich war wirklich beeindruckt über das Können unseres Fahrers!
Wieder am Besucherzentrum angekommen erwartete uns jedoch das faszinierendste Schauspiel unserer gesamten Reise…
Ich durfte die Videos nicht auf maps hochladen, sie zeigten ein enormes Feuer und einen heftigen Geysir. Daher könnt ihr diese Aufnahmen hier auf youtube sehen.
Heat inside the Earth II hier entzündet sich das Gebüsch rasend schnell durch die Hitze
Heat inside the Earth IV und hier wird über der Hitze eines Schlotes gegrillt
UNGLAUBLICH!!!
In der Nähe, etwas weiter südlich liegt das Fischerdorf El Golfo. Was für eine traumhafte Kulisse!!
Es reihen sich viele Restaurants aneinander und DAS, in unmittelbarer Nähe zum stürmischen Meer.
Ein weiteres Highlight ist der grüne See. Zwar unterirdisch mit dem Meer verbunden, jedoch trotzdem voller Algenblüte und daher grün!
Auch die krachenden Wellen kann man auf dem Weg dorthin hören und sehen!
Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir dann noch am Jardin de Cactus an… naaaa, von wem gestaltet? Cesar Manrique!
Selbstverständlich!!!
hier die Windmühle, fast meint man sie stünde neben dem Souvenirshop, aber das täuscht ![]()
Dieser Garten ist mit Kakteen aller Arten ein wirklich toller Ort. Mit Wasserspiel, Bach und See traumhaft angelegt und oben drüber thront eine alte Mühle die man auch besichtigen kann.
Wir stoppten noch an einem Punkt der auf google maps nicht vermerkt werden konnte. Dort befanden sich Gesteinsformationen die surreal wirkten und extrem beeindruckend waren!
Dies war der 2te Tag unserer Sightseeing Tour, zurück ging es ins Hotel und danach zum Schnorcheln!
Den dritten Tag mit dem Leihwagen nutzten wir um verschiedene Strände aufzusuchen. Gerade im Süden der Insel ein wahrlicher Traum!
Lasst mich hier ein paar Bilder zeigen, handverlesen, von den vielen die ich gemacht habe.
Am vierten Tag ging es erneut zu einem dieser Strände und auf dem Rückweg hatten wir dann eine Reifenpanne. Wir hatten eine lange Schraube im rechten Hinterreifen und weil der Berlingo kein Reifendruck Kontrollsystem hatte, haben wir den Schaden recht spät gemerkt.
noch niemals zuvor hatte ich einen solch zerstörten Reifen gesehen … und ich fahre seit mehr als 30 Jahren Auto, mit diversen platten Reifen ![]()
Jedoch ein Anruf bei unserer Mietwagenfirma und bereits 40 Minuten später stand ein Ersatzfahrzeug neben uns am Fahrbahnrand, der Mitarbeiter übergab uns dieses und wechselte dann den Reifen des ersten Autos.
Was für ein Service!
Wir waren nur eine Woche auf Lanzarote, würden aber sofort wieder kommen! Eine tolle Insel, wunderbare, herzliche Menschen und eine faszinierende Landschaft!





























